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You can run,
but you’ll die tired.

Boba Fett

Nachdem ich – wie eine Womp-Ratte in den Sümpfen auf Dagobah* – unverhofft in den Sog der Serienschöpfer aus dem Haus der Maus geriet und voll und ganz dem verfiel, was die Nachtschwestern der Promotion sich erdachten, lies ich mich vom Weg des Mandalors und seiner Begegnung mit dem größten Kopfgeldjäger aller Zeiten – Boba Fett – unterhalten. Als dieser auch noch seine eigene Geschichte in Serienform erhielt, war meine Vorfreude so groß, dass ich LEGO mein hart erspartes Taschengeld für das Set 75312 in den Rachen schmeißen musste, um dem Nerd in mir eine kleine Freude zu bereiten.

Wissenswertes

Dem älteren Fan wird dieses Angriffsschiff als Slave-1 bekannt sein. Welches aus politischen Gründen von woken Marketingchefs nun den unglaublich spektakulären Namen Boba Fetts Starship erhalten hat und jedem noch so unwissenden Elternteil nun klar verdeutlicht, welchem Antiheld des Krieg der Sterne-Universums dieses wohl zugeordnet werden kann.

Mir persönlich ist die Slave-1 aus zwei Gründen einen Kauf wert gewesen: Es enthält genau die zwei Kopfgeldjäger, mit denen ich in den vergangenen und aktuellen Serien sehr sympathisiere und (noch wichtiger) sie ist klein genug für den bei mir vorhandenen Platz, um auch präsentiert werden zu können. Oben drauf ist sie auch noch bezahlbar – auch für kleine Fans der Star-Wars-Saga! Während alte Sets der Slave-1 die 200€-Marke knacken, ist man hier mit unter 40€ in einem fairen Preissegment unterwegs und kann das Set somit auch ohne Gewissensbisse dem Spiel freigeben.

Fakten zum Set

Marke/Art.Nr: LEGO 75312
Setname: Boba Fetts Starship
Preis: 39,99€
Größe(BxLxH): 7.6 x 28.2 x 26.2 cm
Steineanzahl: 593pcs
Minifiguren: 2
Klemmkraft: Sehr gut
Altersempfehlung: ab 9 Jahre
Bauzeit: 120Min

Verpackung und Inhalt

Schmuck wie eh und je kommt auch dieses Set von LEGO in einem Karton, der SiFi-Fan- und Kinderherzen höher schlagen lässt. Käufer sehen ohne Umschweife alle wichtigen Informationen zur Altersempfehlung, der Steinezahl, dem Hersteller und dem zuzuordnenden Franchise, sowie Spielvorschläge und Funktionen auf der Rückseite.

Lediglich die LEGOtypischen Eindruck-Laschen zum Öffnen des Kartons stören mich in der Optik. Aber auch diese kann man ja umgehen, wenn man es darauf anlegt, dass die Verpackung unbeschadet bleiben soll.

Inhaltlich bietet das Set vier PVC-Tüten mit Bauabschnittsbezeichnungen, eine verhältnismäßig dicke Anleitung sowie einen kleinen Stickerbogen.

Anleitung und Aufbau

Beginnen wir den Bau, fällt uns eines klar auf: die Farbseuche macht auch vor diesem Set keinen halt. LEGO begründet diese Entscheidung natürlich immer wieder damit, dass Kinder oder allgemeine Bauneulinge so Beschreibung und Bau einfacher handhaben könnten, doch zeigt die Praxis (statistisch berufe ich mich hier auf meine Tochter), dass der konfettifarbene Auswurf eines Clowns-College-Absolventen absolut unnötig für das Verständnis von Klemmbaustein-Sets ist, und durchaus endlich gelassen werden könnte!

Im ersten Bauabschnitt wird zunächst der Haupteigner des Flugschiffs – Boba Fett höchstselbst – zusammengeklemmt. Gleich darauf widmen wir uns dem Grundgerüst der Slave-1 und verwenden auch schon vier der vorhandenen Sticker. In unfassbaren 67 Schritten wurde so eine Basis zum weiteren Aufbau geschaffen.

Bauabschnitt Zwei setzt lediglich den Ausbau des Schiffs fort und lässt nach dem 98. Bauschritt ein Gebilde entstehen, das so auch auf Raxus Prime auffindbar sein könnte. Wir kommen dem Aussehen der Firespray-Optik aber nun immer näher.

Öffnen wir nun also die dritte Bauabschnittstüte. Mit dieser noppen wir das Cockpit und den Lager- sowie Antriebsraum des Schiffs zusammen und verkleiden diese unter anderem mit Stickern.

Nachdem wir die vierte und letzte Tüte dieses Noppenstein-Kleinprojekts geöffnet haben, klemmen wir zunächst den Co-Piloten der Slave-1, namens Din Djarin (besser bekannt als Mando) welcher im Laufe der Serie The Mandalorian mit Hilfe von Boba Fett auf die Suche des Findelkinds Grogu ging. Warum die beiden auf diesem Weg einen Karbonit-Häftling mit sich führen, können kleine Baumeister wohl im Spiel selbst erfinden. Denn diesen „bauen“ wir mithilfe eines Stickers auf einem Large-Brick ebenfalls zu Beginn dieses Abschnitts.

Wir schließen den Bau des Schiffs ab, nachdem wir die Zwillingsblaster und die Antriebsflügel sowie die Projektilwerfer (welche sogar funktionstüchtig trans-orange Roundplates verschießen können) mit dem restlichen Gebilde verbunden haben.

Nach 201 Bauschritten sind die Slave-1 und ihre Flugbegleiter nun also präsentabel aufgebaut. Abschließend klemmen wir noch in 18 weiteren Steps einen kleinen Display-Stand, der im Spiel als Lastenwagen verwendet werden kann.

Das fertige Modell (Fazit)

Pro & Contra

Pro
  • Angemessener Preis
  • Coole Minifiguren
  • Sehr gute Klemmkraft
  • Haptik der Steine
  • Stand = Spielfeature
Contra
  • Unnötige Farbseuche
  • Zu detaillierte Anleitung

Allen Maulereien meinerseits zum Trotz, bin ich mit dem Kauf dieses LEGO-Sets äußerst zufrieden. In flinken, verständlichen Bauabschnitten entsteht das gefährlichste Patrouillen-Schiff des Star-Wars-Universums inklusive zwei sehr namenhafter Kopfgeldjäger. Aufbau und Spiel bringen dem Käufer sehr viel Spaß, da Anleitung und Bauabschnitte auch kleine BaumeisterInnen nicht überfordert. Auch wenn Erwachsene sich an der farblichen Vielfalt der Steine stören, können sie beruhigt durch die Hose atmen, denn von dieser ist am Ende von Außen nichts mehr sichtbar. Würde LEGO das Ausgrauen bereits gebauter Steps in der Bauanleitung von der Konkurrenz übernehmen, wäre diese Form der unschönen Orientierung nicht mehr nötig – solange dies aber noch der Fall ist, nehmen wir es doch als LEGOs Alleinstellungsmerkmal hin.

Das Set bietet schöne Spielfeatures und kann sich für seinen Preis wirklich sehen lassen. Selbst die Sticker sind deswegen absolut nicht störend. Auch wenn diese farbtreuer sein könnten, schmücken sie das Set aus und schulen die Fingerfertigkeit der kleinen (und großen) Steinenthusiasten.

Alles in Allem kann ich den Kauf dieses Sets sehr empfehlen, wenn man sich oder anderen Fans des Franchises eine (für LEGO-Verhältnisse) günstige Freude machen will, die sowohl in der Vitrine, als auch im Spielbereich (durch den rückseitigen Haltegriff für furiose Flugmanöver) eine gute Figur macht.

 

*Ich weiß, dass Womp-Ratten von Tatooine stammen. 😉

Anmerkung der Redaktion

Dieses Set wurde privat erworben. Dieses Review wurde in keiner Weise von Dritten beeinflusst und spiegelt unsere unabhängige redaktionelle Meinung wider.

About Peter Seidler

Peter Seidler

Korrektor/Autor

Vater, Nerd, Germanist, Noppenfan.

Nachdem ich beim Gewinnspiel der NoppensteinNews gewann, wurde meine kindheitliche Gier nach Klemmereien wiedererweckt. Seitdem bauen meine Tochter und ich nun wieder regelmäßig an Sets und erweitern Stück für Stück unsere Sammlung. Ich bot den NsN meine Hilfe an, um meine zwei Leidenschaften miteinander zu verknüpfen: Entspanntes Klemmen und kreatives Schreiben.
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