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Reviews

JMBricklayer 30001 – Remarkable Ancient Machine

Hallo Klemmbausteingemeinde,

von JMBricklayer hatte ich bislang noch kein Klemmbausteinset, also darf ich Euch heute hier, mit einem großen Dankeschön, eine Premiere präsentieren. Das Set „Remarkable Ancient Machine – Civilisation – Medieval Times“ ist ein Set von drei Belagerungsmaschinen (Balista / Catapult / Bombard) aus dem Mittelalter. Ich sehe hier eine Steinschleuder und einen Schussapparat für Lanzen und einen für „brennende“ Steine.

Das Set ist nicht im Minifigurenmaßstab sondern deutlich größer. Einen genauen Maßstab kann ich Euch aber hier leider nicht angeben.

Fakten zum Set

Marke: JMBricklayer
Preis: 39,99 $
Größe (B x L x H):  17 x 27 x 15,5 cm
Steineanzahl: 568
Klemmkraft: gut bis sehr gut
Altersempfehlung: 8+
Bauzeit: etwa 3×60 Minuten = 180 Minuten für alle drei Modelle plus Zeit zum zerlegen

Verpackung und Inhalt

Das Set kam in einem Paket in Noppenfolie, allerdings mit dem toll gestalteten Originalkarton bei mir an. Der Karton ist glänzend bedruckt und zeigt die drei möglichen Aufbauvarianten des Sets in Aktion. Der Kartonrückseite sind dann noch ein paar Verkaufs und Herstellerdaten zu entnehmen.

Die Klemmbausteine waren alle, bis auf die vier großen Räder,  in verschiedenen Plastikbautüten verpackt, die auch alle eine Nummer aufgedruckt haben. Warum diese Nummern verwendet werden, ist nicht ganz klar, da in der Anleitung keine Bautüten vorgegeben sind. Ein separater Zipbeutel enthielt die Gummiringe und den Teilelöser.

Die Klemmbausteine sehen sehr gut aus und die Farben (der Hersteller sagt dazu Vintage-Wood-Color) sind Mega. Das Braun passt sehr gut mit dem Grün und dem Grau zusammen und macht die Modelle zu einem optischen Hingucker. Die Klemmbausteine waren auch nicht verkratzt und wirkten sehr edel. Eine tolle Qualität wie ich finde!

Die Bauanleitung

Das Anleitungsheft misst 18,6 x 12,5 cm und ist ein gebundenen Heft mit 156 Seiten. Gleich auf Seite zwei wird gezeigt, das alle Bausteintüten auf einmal zu öffnen sind, es also keine separaten Bauabschnitte gibt. Die Anleitung hat insgesamt 316 Bauabschnitte und die drei Modellvarianten sind auch nicht einzeln nummeriert. Die Bauabschnitte sind fortlaufend (Modell 1: 1 bis 116, Modell2: 117 bis 229 und Modell 3: 230 bis 312 sowie die Zielscheibe: 313 bis 316) durchnummeriert. Das ist etwas unpraktisch gelöst, stört aber nicht beim bauen.

Die Bauabschnitte sind farbig mit den verwendeten Originalfarben abgedruckt und die fertigen Bauabschnitte werden nicht ausgegraut. Die Bauabschnitte sind in der Mehrzahl mit Unterbauabschnitte dargestellt, was das Zusammensetzen sehr vereinfacht. Die Positionen, an denen die neuen Teile dann angenoppt werden müssen, sind mit schwarzen Pfeilen markiert.

Die Anleitung ist gut erkennbar, leicht verständlich und logisch. Hier könnte also ein jüngerer Baumeister als 8+ erfolgreich ans Werk gehen. Allerdings sind die Modelle mit Ihren Funktionen durchaus funktionell und sie können auch „schießen“, daher finde ich die Altersempfehlung von 8+ durchaus in Ordnung.

Der Aufbau (Modell 1von3) – Das Catapult

Das erste der drei Modelle dieses tollen 3in1 Bausatzes ist eine „Steinschleuder“, also ein Katapult. Solche Belagerungsmaschinen kennen wir bildlich aus vielen Mittelalterfilmen, wenn Burgen oder Städte belagert worden sind. Die Durchschlagskraft dieser mittelalterlichen „Kanone“ dürfte enorm gewesen sein.

Das erste Set wird in den Bauabschnitten eins bis 116 zusammengesetzt. Begonnen wird mit dem Bau des Fahrgestells, das mit der vom Hersteller gewählten Farbe der Klemmbausteine ein optischer Hingucker ist. Mit Bauabschnitt 34 ist der Baufortschritt wie auf dem linken Bild zu sehen erreicht. Weiter geht es mit der Verkleidung des Fahrgestells bis zum Ende des 43. Bauabschnittes (rechtes Bild). Die Front des Katapultes wird dabei schön „abschreckend“ verkleidet.

Nun wird der Geschützarm zusammengesetzt. Ab dem 44. Bauabschnitt erklärt und zeigt die Bauanleitung alles sehr kleinteilig und genau. Nach dem 73. Bauabschnitt ist der Geschoßarm fertiggestellt, am Fahrgestell befestigt und auch auf beiden Seiten mit den Stützarmen verbunden. Die beiden genutzten Gummiringe haben dabei eine starke Spannkraft und werden das Geschoß sehr gut beschleunigen können.

Vom 74. bis zum 81. und vom 82. bis zum 89. Bauabschnitt entstehen die ersten beiden der vier Dreiecksstützen (linkes Bild) die dann im 90. und 91. Bauabschnitt (linkes Bild) am Geschoßarm befestigt werden. Dabei handelt es sich um die hinteren beiden Dreiecksstützen.

Im 91. Bauabschnitt werden beide Seiten des Fahrgestells auch noch mit zwei schön gestalteten Anbauten ergänzt.

Die Bauabschnitte 92 bis 100 und 101 bis 109 lassen die beiden vorderen Dreiecksstützen entstehen (siehe linkes Bild). Nach deren Anbau ist der Geschoßarm nun wirklich fertiggestellt und im rechten Bild gut zu erkennen. Auch wenn beim Anbau erst der Platz zu fehlen scheint, nach etwas vorsichtigem Schieben am oberen Ende der hinteren Dreiecksstützen, lassen sich auch die beiden vorderen Dreiecksstützen leicht montieren. Auch bei der Ausgestaltung der vier Dreiecksstützen hat sich JMBricklayer viel Mühe gegeben, sie optisch gut zu gestalten.

Mit dem 111. Bauabschnitt sind die Dreiecksträger fertig gestellt und der 112. Bauabschnitt zeigt die Montage der beiden Gummiringe für den „Auslöser“ des Katapultes. Diese Gummiringe sind im rechten Bild am linken Ende des Katapultes zu erkennen. Die Länge der zu verwendenden Gummiringe ist in der Anleitung beschrieben.

Nach der Montage der vier großen Räder (113. Bauabschnitt) und dem Verkleiden der Radnaben mit Drachenzähnen (114. Bauabschnitt) ist das Katapult fertig gestellt.

Der 115. Bauabschnitt zeigt dann noch das Zusammensetzen des Geschosses aus 8 Einzelteilen.

Nach Bestückung der Wurfmulde mit dem „Stein“ und auslösen des Katapultes fliegt der Stein recht weit. Damit jedoch das Zielschild zu treffen wird Übung erfordern.

Das Katapult ist als Modell ein ordentlich großes Modell geworden. Einen genauen Maßstab kann ich Euch nicht nennen. Optisch und funktionell ist es hervorragend gelungen. Ein tolles Katapult!

Nun hieß es, das schöne Katapult wieder zu zerlegen um Euch auch die Modelle 2 und 3 zeigen zu können.

Der Aufbau (Modell 2von3) – Das Bombard

Das zweite Set des 3in1 Bausatzes ist ein Schussgerät für Steine oder Holzblöcke, die gerne auch brennen dürften. Die Durchschlagskraft dieser mittelalterlichen „Kanone“ dürfte enorm gewesen sein.

Das zweite Set wird ab dem Bauabschnitt 117 gebaut und wieder entsteht als erstes das Fahrgestell des „Bombart“. Auf dem linken Bild ist das fertiggestellte Fahrgestell nach dem 136. Bauabschnitt zu sehen. Weiter geht es dann mit der Verkleidung des Fahrgestells und dem Anbau der vorderen Schmuckelemente bis zum 158. Bauabschnitt. Wieder sehen die hellbraunen Klemmbausteine und Fliesen sehr realistisch nach Holz aus und der „Unterbau“ des Bombarts ist sehr stabil konstruiert.

Der Geschossarm des Bombarts ist als nächstes zusammenzusetzen. Ab Bauabschnitt 160 bis zum Bauabschnitt 182 ist der Grundrahmen fertiggestellt in dem sich auch die „Abzugsvorrichtung“ befindet. Der grüne Stein hinten ist der Zugstein für das Spannen des Bombarts. Laut Anleitung müssten am Ende der beiden Gummis noch jeweils ein Pin mit Kugelkopf befestigt sein, da diese jedoch immer wieder abgefallen sind, habe ich diese erst einmal weggelassen.

Die obere Abdeckung des Geschossarms mit Spannvorrichtung wird nun geklemmt. Bis zum 189. Bauabschnitt (Bild links) ist diese vollendet und wird mit dem unteren Teil verbunden. Auf dem rechten Bild befinden wir uns bereits im 202. Bauabschnitt. Ergänzt wurden noch Anbauteile für die Auslösemechanik zum schießen. Die Pins für die beiden Gummis habe ich noch immer nicht verbaut.

Erst im 203. Bauabschnitt werden nun die beiden Pin mit Kugelkopf in das grüne L-förmige Technikbauteil eingeklipst und die Gummis daran befestigt. Nach Montage einiger weiteren Anbauteile ist der Geschossarm mit dem Fahrgestell zu verbinden. Das erfordert etwas Geduld, da auf jeder Seite drei Pins die Verbindung herstellen. Hier ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt, letztendlich passt aber alles hervorragend zusammen. Mit Bauabschnitt 206 ist die Hochzeit von Fahrgestell und Aufbau (Geschossarm) vollzogen.

In jeweils 7 Bauabschnitten (207 – 214 und 215 – 222) entstehen die beiden seitlichen Verkleidungen des Geschossarms (Bild links) und werden im 223. Bauabschnitt dann an den Geschossarm angenoppt. Auch hier ist Vorsicht angesagt, aber auch hier passt nach etwas probieren, alles sehr gut zusammen.

Zwei weitere Gummis (Bauabschnitt 224), die zum spannen des Rückzugshebels dienen, werden montiert, es folgen die Räder und die Verkleidungen (225. und 226. Bauabschnitt) und das Bombart ist fertiggestellt. Der 227. Bauabschnitt widmet sich noch dem Zusammenbau des Geschosses.

Die beiden letzten Bauabschnitte 228 und 229 zeigen dann sehr detailliert die Funktionsweise der mittelalterlichen „Kanone“.

Auch dieses zweite Modell ist optisch und funktionell beeindruckend. Es sieht toll aus und funktioniert gut, wobei das „Geschoss“ hier nicht ganz so weit herausgeschleudert wird. Die verwendeten Farben sehen gut aus und auch der Zusammenbau hat sehr viel Spaß gemacht.

Nun steht an, das Modell wieder zu zerlegen um das Modell drei bauen zu können…

Der Aufbau (Modell 3von3) – Die Ballista

Das dritte Set ist die Ballista, also ein Schussapparat der lange Pfeile (Lanzen) verschießen kann. Eine Ballista ist ein Bolzenwerfer, ähnlich einer Armbrust, nur deutlich Größer.

Vorbild der mittelalterlichen Ballista war der römische Skorpion, der zur damaligen Zeit eine gefürchtete, aber leicht zu bedienende, Waffe war.

Eins gleich vorweg, das nun schon zweimalige Auseinanderbauen hat die Qualität der Klemmbausteine nicht beeinflusst. Sie haben keine Kratzer bekommen, und ließen sich noch immer sehr schwer trennen.

Ab Bauabschnitt 230 ist der Bau der Ballista in der Anleitung zu finden.

Gebaut wird zuerst des Fahrgestell. Im Modell ist dieses sehr kompakt und stabil zusammen zu setzen. Auf dem linken Bild ist das Ergebnis nach Ende des 246. Bauabschnittes zu erkennen. 17 Bauabschnitte wurden somit schon gebaut und es machte richtig Spaß die farblich schönen vintage-holz-farbenen Teile zusammen zu setzen.

Das rechte Bild zeigt die Ballista nach Ende des 260. Bauabschnittes mit bereits verbauten Verkleidungen auf dem Grundgestell. Wichtig zu erwähnen ist hier, das die Plates allesamt kratzerfrei sind.

Nach dem Bau der seitlichen Verkleidungen werden diese im 261. Bauabschnitt angesetzt und geben dem Rahmen ein markantes Aussehen.

Damit ist der Rahmen, oder das Fahrgestell, bereits fertig gestellt und man wendet sich dem Geschoßarm der Ballista zu.

Nach 12 Bauabschnitten ist mit Bauabschnitt 273 der Grundarm fertiggestellt (linkes Foto). Daran wird dann immer weiter angebaut bis nach Bauabschnitt 281 der Zustand wie auf dem rechten Foto erreicht ist. Auch der Geschoßarm ist sehr stabil konstruiert und die verwendeten Farben sehen auch hier sehr gelungen aus. Das dunkelbraune Teil mit den beiden Kugelköpfen ist das beweglich (zu spannende) Auflagebrett der langen Pfeile (Lanzen).

Nach Montage des Geschoßarms auf dem Fahrgestell befinden wir uns bereits im 302. Bauabschnitt. Das Modell ließ sich bis hier völlig entspannt zusammensetzen, ohne Hürden in der Anleitung. So macht das Klemmen sehr viel Spaß. Montiert sind die beiden „Bügel“ und die Auslösemechanik.

Die Front der Ballista wird noch verkleidet und anschließend im 308. Bauabschnitt die vier Gummiringe eingesetzt. Da zwei der Gummiringe um das Ende des Bügels zu legen sind, muss hier etwas zurück gebaut werden. Der Gummiring ist nicht durch die Lücke zwischen den Teilen durchschiebbar, hier hilft nur ein Rückbau, der allerdings leicht geht. So lässt sich das Gummi viel einfacher palzieren.

Nach Montage der vier großen „Holz“räder im 309. Bauabschnitt und Verkleidung der Räder im 310. Bauabschnitt, ist nach entspannten 60 Minuten das Set geschafft.

Auf die Zielscheibe darf jetzt geübt werden zu treffen. Das ist gar nicht so einfach.

Der Aufbau (die Zielscheibe)

Die Zielscheibe (hier wurde etwas sehr modern gewählt) ist in 4 Bauabschnitten (313 bis 316) zusammen zu setzen. Schön wäre es gewesen, wenn hier auch die schönen Holzfarben verwendet worden wären. Das Schwarz / Weiß / Rot sieht doch viel zu modern für diesen Mittelalterbausatz aus, oder? Was meint ihr?

Die fertigen Modelle (Fazit)

Pro & Contra

Pro
  • Die verwendeten Klemmbausteine sind von hervorragender Qualität mit top Klemmkraft.
  • Sie haben tolle Farben ohne Abweichungen untereinander.
  • Sie waren nicht verkratzt, das ist sehr gut!
  • Die Anleitung ist leicht verständlich.
  • Die drei Modelle zeigen drei sehr vorbildnahe Belagerungsmaschinen die auch sehr gut funktionieren.
  • Auch das zweimalige zerlegen der Bausätze haben den Klemmbausteinen nicht geschadet. Die Klemmkraft ist auch bei Bau des dritten Modells noch immer hervorragend.
Contra
  • Über diese Set gab es nicht Negatives zu berichten.

Von mir gibt es für dieses tolle 3in1 Set eine klare Kaufempfehlung. Das Preis- / Leistungsverhältnis passt und die Modelle sind auch sehr gut bespielbar. Mit diesem 3in1 Set ist Bau- und Spielspaß garantiert.

Anmerkung der Redaktion

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Das Set wurde der Redaktion von JMBricklayer zur Verfügung gestellt. Dieses Review wurde in keiner Weise von Dritten beeinflusst und spiegelt unsere unabhängige redaktionelle Meinung wider. Für Fragen des Urheberrechts, ist der Händler verantwortlich.

About Kai Zielke

Kai Zielke

Autor

Ein Berliner, der jetzt im Siebengebirge zu Hause ist und Vater von drei Kindern. Meine ersten Klemmbausteine waren LEGO Duplos ;-) Danach habe ich dann viele Modelle mit den kleineren Steinchen geschenkt bekommen, LEGO City und auch aus dem alten Raumfahrtbereich.

Durch meine Kinder wurde LEGO dann wieder Teil meiner Welt. Einige der neueren LEGO TECHNIC Modelle stehen fertig in den Regalen oder werden auch (ferngesteuert oder manuell) von mir bespielt.

Neu hinzugekommen sind jetzt die alternativen Klemmbausteinmodelle: zu aller erst BlueBrixx´ THW-Kollektion.  Seitdem haben sich einige Sets hinzugesellt und mich inspiriert auch eigene MOCs zu bauen.
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