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Der chinesische Hersteller FunWhole ist bekannt für seine Beleuchtung. Aber auch die Qualität der Steine und die verschiedenen Bautechniken können sich sehen lassen. Zur Zeit dieses Reviews gibt es sieben verschiedene Sets. Wir durften die Steampunk Trainstation für euch testen. Wie sie uns gefallen hat und ob sie das Geld wert ist, erfahrt ihr in diesem Review.

Was ist Steampunk?

Das Wort Steampunk ist ein Zusammenschluss aus zwei Worten, dem Wort Steam (engl. für Dampf) und dem Wort Punk (am. für wertlos, oder mies).  Das erste mal tauchte es in den 1980er auf und war Teil einer literarischen Strömung. Mittlerweile hat sich eine ganze Subkultur gebildet. Sie umfasst Kunst, einen eigenen Bekleidungsstil und eine kulturelle Bewegung und vereint Teile des viktorianischen Zeitalters, verschiedene futuristische Technikfunktionen und einen gewissen Retro-Look.

Das Genre des Steampunks gehört dem Retro-Futurismus an und zeigt eine Version der Zukunft in einer (meist) idealisierten Form der viktorianischen Zeit. Aber es dürfte auch Einzug in die Videospielwelt halten. Hier sind beispielsweise die Bioshock-Reihe zu nennen. Ab und an wird Steampunk mit Cyberpunk verwechselt. Die Genres haben aber nur im entferntesten mit einander zu tun und können eher als Neben-, oder Schwestergenres gesehen werden.

Fakten zum Set

Marke: FunWhole
Setname: Steampunk Trainstation
Preis: 149,99€ (Amazon); 142,79$ (FunWhole.com)
Größe(BxLxH): 52cm x 30cm x 42cm (Version 1); ca. 19,5cm x 62cm x 42cm (Version 2)
Steineanzahl: 1843+ pcs
Klemmkraft: 
sehr gut
Bauzeit: ca. 6Std. 12Min.

Verpackung und Inhalt

Die Steampunk Trainstation kommt in einem voll gepackten schwarzen Karton. Auf der Vorderseite kann man den Bahnhof beleuchtet sehen. Ebenfalls erkennt man den zum Thema passenden, gerenderten Hintergrund. Auf der Rückseite kann man neben ein wenig Text ebenfalls zwei Bilder bewundern. Auf dem einem Bild ist die Beleuchtung eingeschaltet, auf dem anderen nicht. Alles in allem wirkt die Verpackung sehr wertig.

Der Umkarton
Schöner Karton

Öffnet man den FunWhole Karton erwarten den/die Baumeister/-in 34 Tüten mit Bauabschnittsnummerierung, 11 Tüten mit Teilen des Beleuchtungskit (die übrigens auch nummeriert sind) eine Tüte mit Teiletrenner und Pinzette. Die Pinzette macht sich super beim Aufbringen der Sticker, aber dazu etwas später mehr. Ebenfalls befindet sich die Bauanleitung und ein Bogen mit Transferaufklebern im Inneren. Über Sticker kann man denken was man möchte, aber hier macht FunWhole alles richtig. Sie nutzen strukturierte Transferaufkleber. Diese werten die Optik ordentlich auf.

Proppen voller Karton
Das Innere ist bis obenhin voll

Das Beleuchtungskit

Etwas ungewöhnlich ist es zwar schon für unsere Reviews, aber das Beluchtungskit muss hier einen eigenen Punkt bekommen. Das umfangreiche Kit kommt in 11 ESD-Tüten daher. Die Tüten selber sind sehr stabil und schützen die einzelnen Teile optimal. Öffnet man die Tüten fällt sofort auf, dass die LEDs in die Steine eingelassen sind und so keine komplizierte Bestückung durchgeführt werden muss.

Insgesamt gibt es drei Batterieboxen. Zwei davon werden mit jeweils drei AA-Batterien bestückt. Die dritte Box bekommt zwei Knopfzellen. Beim späteren Aufbau kommt dies noch zum Tragen und erweist sich als sehr nützlich. Das Fazit für das Beleuchtungskit: Alles richtig gemacht FunWhole.

Simpel, aber effektivAlle Teile des Kits nebeneinander

Die Bauanleitung

Bei der Bauanweisung handelt es sich um ein „Buch“, zumindest könnte man das denken. Die Seiten sind geklebt, was nicht ungewöhnlich ist. Eingeteilt wird der Bau in neun Bauabschnitte die insgesamt 422 Bauschritte haben. FunWhole geht den Weg, den aktuellen Bauschritt rot zu umranden. Auch wenn sich das Set an Baumeister/-innen ab acht Jahren richtet, kann dies zu Verwirrungen führen.

Am Anfang der Bauanweisung sind noch einige Hinweise zu finden. Ein Beispiel wäre hier die Gründungsgeschichte von FunWhole, sowie die Inspiration zu diesem Set. Aber auch die richtige Verdrahtung der Beleuchtung wird beschrieben um nur einen kleinen Teil zu nennen. Ebenfalls liegt noch eine extra Seite bei, auf der man ganz klar eine Abänderung eines Bauschritts findet. Kurz gesagt hat FunWhole hier wohl auf Kritik reagiert. Ein weiterer Pluspunkt in diesem Set.

Man kann damit bauen
Ein kleiner Einblick

Der Aufbau

In den ersten zwei Bauabschnitten baut man die erste Wartehalle, sowie den Fahrstuhl. Um die Steampunk Trainstation modular zu gestallten setzt FunWhole hier auf die allseits beliebte MILS-Technik (Modular Integrated Landscaping System). Diese wird über mehrere schwarze und dark-brown Plates, sowie schwarze Technik-Bricks realisiert. Der Lift hingegen hat wesentlich komplizierte, aber ebenfalls geniale Techniken.

Bauschritt einsBauabschnitt 2

Hier achtet FunWhole darauf das die Kurbel, die den Lift nach oben befördert, sich in die Optik einfügt. Um seiner Linie treu zu bleiben wird auch für den „Liftschacht“ eine besondere Technik benutzt. Er wird SNOT (Studs Not On Top) gebaut. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Und auch die ersten Kabel werden verlegt. Sie werden im und am Liftschacht vorbei geführt und unter Tiles geklemmt. Diese Technik findet in allen FunWhole Sets Verwendung. Die Sinnhaftigkeit dieser Technik muss von jedem selber bewertet werden. Mir gefällt es.

Der Lift
Die ersten Bauschritte können sich sehen lassen

Im dritten Bauabschnitt baut der/die Baumeister/-in das obere Stockwerk sowie einen Teil der Deko im unteren Bereich. Um den oberen Teil zu stützen werden zwei Supports (wie sie bei LEGO heißen) aufgenoppt. Aber auch die Stützpfeiler am Lift werden ebenfalls hoch gezogen. Im Anschluss wird die obere Plattform gebaut. Um dem ganzen einen Bahnhofslook zu verpassen werden die Anzeigetafeln angebracht. Hier kommen ebenfalls die Transferaufkleber zum Einsatz.

Bauabschnitt 3
Sehr, sehr viel Bahnhof

Das obere Stockwerk der Steampunk Trainstation bekommt ebenfalls einiges an Deko, die diesem Genre gerecht wird. So kommt auf den Liftschacht ein Schornstein, aber auch einiges an Zahnrädern. Dieser wird mit Leuchten ausgestattet und erhält zum Abschluss zwei Wolken. Im fertigen Modell wirkt dass sehr gut. Eingerahmt wird die Plattform mit Zäunen und zwei schwarzen 1 x 2 x 2 Bricks, die mit Werbung beklebt werden. Bis hierhin ein sehr abwechslungsreicher, schöner Bau.

Der WartebereichViel Steampunk

Die Bauabschnitte vier und fünf

Die Bauabschnitte vier bis acht befassen sich mit der zweiten Wartehalle. Ähnlich wie im ersten Bauabschnitt wird auch im vierten Bauabschnitt die MILS-Technik benutzt um den Bahnsteig zu bauen. Auch hier werden Technikrahmen und -Bricks in schwarz benutzt. Unterbaut wird alles mit mit schwarzen Plates und Überbaut mit Plates in dark-brown. Als nächstes werden ein paar Säule, Steampunk Deko und Wartehallenzubehör (auch Sitzbänke genannt) gebaut. Zum Schluss beginnt der/die Baumeister/-in damit die zweite Etage zu bauen.

Noch mehr TütenZweiter Bahnsteig

Im fünften Bauabschnitt kommen viele, weitere Details dazu und auch weitere Tüten des Beleuchtungskit kommen zum Einsatz. Zu erst zieht der/die Baumeister/-in die Front der Stützen hoch und anschließend die Mauern der zweiten Etage. Im Anschluss werden die ersten LEDs des Gebäudes an der Decke des Erdgeschosses verlegt. Anschließend verlegt man die nächsten LEDs und baut noch viele weitere Details.

Noch viel mehr TütenJede Menge Details

Die nächsten Schritte im fünften Bauabschnitt beschäftigen sich mit der Dachkonstruktion sowie dem Ein- und Ausfahrtssignal. Hier ist zu bemerken, dass das Dach eine reine Technikkonstruktion ist. Die Signalanlage hingegen wird mit einigen Baurichtungsumkehrern und Teilen, die eigentlich für andere Zwecke gedacht sind, gebaut. Das Ergebnis kann sich aber definitiv sehen lassen.

Mal von VorneDie Rückseite

Die Bauabschnitte sechs und sieben

In den beiden nächsten Bauabschnitten konzentriert sich der/die Baumeister/-in auf den Uhrenturm und dessen Beleuchtung. Die Ausarbeitung der Details liegt hier im Fokus. Der innere Teil des Turm ist in hellem Nougat gehalten und der Äußere in dunklem Nougat. Das kann sich sehen lassen. Im sechsten Abschnitt wird die untere Ebene gebaut. Hier werden größteils Arches, Säulen und Formteile verwendet.

Abschnitt 6Abschnitt 7

Aber auch ein paar Technikelemente kommen wieder zum Einsatz. Natürlich werden sie dafür genutzt die Steampunkelement dar zustellen. Zum Ende hin wird weitere Beleuchtung verlegt. Hier kann ich den Tipp geben, dass diese nicht komplett nach Anweisung verlegt werden sollte, da es sich negativ auf die Stabilität des Turms auswirkt. Wer genau hin schaut wird auch ein kleines und ungewöhnliches Detail entdecken.

Der Uhrenturm
Viele, schöne Details

Die Bauschritte acht und neun

Im achten Bauschritt baut man eine kleine Gondel und ein dazugehöriges Schienensystem. Das sieht echt genial aus, hier gibt es aber leider einen etwas negativen Punkt. Die Gondel hat eine eigene Beleuchtung und deswegen auch eine eigene Batteriebox. Diese braucht sogenannte Knopfzellen um die LEDs zum leuchten zu bringen. Dadurch muss man eine kleine Mehrinvestition leisten und hat keinen Platz für Minifiguren. Nichts desto trotz ist es ein sehr stimmiges und schönes Dekoelement.

Eine kleine Gondel mit BeleuchtungDie fertige Gondel

Zum Schluss und damit dem neunten Bauabschnitt baut der/die Baumeister/-in das Gleisbett. Hier ist ganz besonders zu bemerken, dass die Schienen in schwarz sind. Aber auch der Rest des Gleisbettes besteht aus schwarzen Plates, Tiles und Technikbricks. Sobald man die Unterkonstruktion gebaut hat klebt man zwei LED-Streifen auf die Innenseite und verlegt die Kabel nach Außen. Hier sollte man vorher überlegen welche Version der Trainstation man baut.

Bauabschnitt 9Sieht gut aus

Nach der Entscheidung welche Version man baut noppt das Gleisbett mit Hilfe von Technikpins an die Steampunk Trainstation. Zu guter Letzt klebt man die Verteiler an die in der Anweisung vorgegebenen Stellen und schließt die Kabel der LEDs sowie der Batterieboxen an. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Das Fazit (Die fertige Steampunk Trainstation)

Pro & Contra

Pro
  • Umfangreiches Beleuchtungskit
  • viele schöne und hilfreiche Hinweise gleich am Anfang der Anweisung
  • Baufehler wurden ausgebessert (Extraseite wurde bei gelegt)
  • Bauabschnitte für leichteres Bauen
  • Transferaufkleber
  • Pinzette (zum aufbringen der Aufkleber) und Teiletrenner
Contra
  • Microkratzer
  • Aufkleber (aber mit hoher Qualität, siehe Pro)
  • Kabelverlegung teils schwer um zu setzen

Der Aufbau war sehr schön. Es gab viele verschiedene Bautechniken und war (zu mindestens für mich) kein Problem. Dies lang nicht nur an den vielen Bautechniken, sondern auch an der gut designten Bauanweisung. Und auch wenn die Verlegung der Kabel für mich absolutes Neuland war, konnte ich mich schnell daran gewöhnen. Mit einer Bauzeit von ca. 6 Stunden empfand ich den Bau nicht als lang, aber dass kann bei Unerfahrenen abweichen.

FunWhole F9007 Steampunk Trainstation
Ein kleiner Einblick ins „Innere“

Die Qualität der Steine lässt nicht viel Raum nach oben. Was das bedeutet? Sie kommen sehr nah an die des dänischen Marktführer heran. Die Klemmkraft und das Klemmverhalten sind gut. Ich würde es mit 95% bewerten. Einziger Nachteil hier waren die Microkratzer, aber auch diese halten sich im Rahmen. Kommen wir nun zu den Stickern. Kurz gesagt: Es ist die einzige, richtige Art Sticker zu produzieren und zu verwenden. Dadurch das es Transferaufkleber sind gibt es keine Farbabweichungen.

Die Zugeinfahrt
Der Zug kann einfahren

Die LEDs sind klar und hell. Auch brauchen sie nicht in die Trans-Teile eingeklippt werden, da FunWhole dies für uns erledigt hat. Die Thematik des Steampunk wurde ebenfalls sehr gut eingefangen. Alles in allem in sehr schöner Bau, der dem Hobby des Klemmens alle Ehre macht. Ich kann ein ganz klare Kaufempfehlung aus sprechen.

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Anmerkung der Redaktion

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Das Set wurde der Redaktion von FunWhole zur Verfügung gestellt. Dieses Review wurde in keiner Weise von Dritten beeinflusst und spiegelt unsere unabhängige redaktionelle Meinung wider. Für Fragen des Urheberrechts, ist der Händler verantwortlich. Ihr könnt dieses Set auch über Amazon.de bestellen.

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About Sven Görlitz

Sven Görlitz

Chefredakteur

Als Kind der 80er und 90er hatte ich, wie viele Jungs, ein typisches Kinderzimmer: Playmobil, He-Man, Wrestling-Figuren und natürlich auch LEGO. Es gab Jahre lang nichts anderes für mich. Aber das blieb nicht so. Irgendwann bekam ich das ganze Thema um den "Held der Steine" und LEGO mit. Was das dann in mir aus löste, kann man sich vorstellen: Ich beschäftige mich mit den Alternativen zum dänischen Monopol! So führte das eine zum anderen. Ich kaufte verschiedene, alternative Sets für meine Tochter und mich, was mich auch heute noch zu einem riesen Fan der Klemmbausteine gemacht hat.
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